Fitz Roy MassivGletscher Perito Moreno

Patagonien / Feuerland

ein unwirtliches "Ende der Welt", gewaltige, eiskalte Stürme, trostlose, einförmige Pampa, schroffe eisige Gebirge...

...und dennoch: eines der schönsten Reiseziele der Welt...


Perito-Moreno-Gletscher, Argentinien

Perito-Moreno-GletscherZwei Tage vor Weihnachten stehen wir vor dem Perito-Moreno-Gletscher, oder besser: auf der Halbinsel gegenüber, der Peninsula Magellanes, auf dem felsigen Vorsprung gegenüber der Gletscherfront. Der Gletscher wächst der Halbinsel entgegen, bis der Felsen nach Monaten oder Jahren schließlich vom Eis erreicht wird. Damit wird der Lago Argentino geteilt, und der Wasserstand im abgeschnittenen Teil des Sees steigt und steigt, bis der Druck so gewaltig wird, daß es zur berühmten "Ruptura", dem Gletscherbruch, kommt; das Eis wird von den Wassermassen hinweg gespült, und die Halbinsel liegt wieder frei. Die letzte "Ruptura" soll 1997 gewesen sein.

Perito-Moreno-Gletscher Wir stehen und sehen die Schönheit des Gletschers, das leuchtende Königsblau in den tiefen Spalten, fast schwarzes Eis tief unten gegenüber der Landzunge. Immer wieder knallt es, kleine oder größere Eisstücke brechen ab und fallen ins Wasser, doch manchmal ist gar nichts zu sehen - das Getöse kommt dann aus dem Inneren des Gletschers. Perito-Moreno-GletscherDie verschiedenen Farbtöne zwischen Weiß und Blau leuchten auf - die Sonne läßt sich kurz sehen. Doch dann beginnt es zu regnen - das Wetter meint es nicht gut mit uns und den zahlreichen anderen Touristen, die die Treppen und Boardwalks entlang steigen und auf den drei Aussichts-Plattformen stehen, um zu schauen und zu fotografieren.
Wenden wir den Blick ab vom Eis, sehen wir ins Grüne: der Wald aus Südbuchen reicht bis dicht an den Gletscher heran; Calafate-Sträucher, bunte Blumen, zwitschernde Vögel geben auch ohne dem Gletscher ein schönes Naturschauspiel ab. Die Nähe der üppigen Vegetation irritiert etwas, wenn man Gletschern zuletzt im arktischen Raum begegnet ist.

Perito-Moreno-GletscherWieder donnert es vom Gletscher her, und die versammelten Menschen an der Aussichtsplattform kommentieren es - von Aaah! und Oooh! bis zu "Merde!" , letzteres auch in verschiedenen anderen Sprachen, wenn gerade wieder einer die Kamera nicht schußbereit hatte im richtigen Moment.



Fitz Roy ist zu sehen

Fitz Roy In El Chalten hatten wir nicht gerade gutes Wetter. Das scheint oft so zu sein. Wie wir in einem Gästebuch in der Locanda "La Serenya" lesen konnten, hatten bekannte Bergsteiger hier mehrere Wochen vergeblich auf geeignetes Wetter gewartet und waren unverrichteter Dinge wieder abgereist. Warum sollte es uns also besser ergehen?
Doch als es im späten Nachmittag aufgeklart hatte, bekamen wir doch tatsächlich den Fitz Roy zu sehen!!! Vor dem Ortseingang von El Chalten war das Panorama besonders gut zu sehen und zu fotografieren.


Torres del Paine - Nationalpark

Torres del Paine Camping am Lago Pehoe. Der Platz ist traumhaft. Das Bergmassiv ist aus verschiedenen, farbig stark unterschiedlichen Gesteinsschichten zusammengesetzt: in der Mitte ein helles Gestein, das im Nachmittagslicht silbergrau wirkt, im schrägen Schnitt darüber - wie aufgeklebt - die fast schwarz erscheinenden Gipfelschichten. Vom Zeltplatz am Logo Pehoe aus gibt es bei den unterschiedlichen Licht-, Sonnen- und Mond-Verhältnissen die prächtigsten Blicke.

© Mechtild Opel 1999

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